· 

Rückblick: Come to the Cross an Karfreitag 2024

Die Markuskirche im Dunkeln, keine einzige Lampe leuchtet, es ist still…

 

 

Aus dem Nichts erklingt da plötzlich ein einzelner, dumpfer Glockenschlag, über vier große Bildschirme flackern düstere Bilder von Wellen, Wäldern und tiefen Straßenschluchten und Worte von Micha Kunze: „Wer hätte gedacht, dass Stille so laut ist?!“ In seinem Gedicht versetzt sich Kunze in die Lage der Jünger, die sich nach Jesu Kreuzigung eingeschlossen haben und arbeitet sich an ihren Gedanken ab:

 

Wie können wir noch glauben, dass das Gute seinen Lauf geht?

Wer weiß schon, ob hier irgendjemand jemals wieder aufsteht?

Was machen wir hier eingesperrt, empört und privilegiert?

Was machen wir hier tatenlos, wenn draußen bloß der Tod regiert?

 

Es ist ein herausfordernder Einstieg in einen Gottesdienst und ein Auftakt, der den Einzelnen ziemlich unverblümt konfrontiert mit den eigenen Gedanken und diesem besonderen Tag: Karfreitag.

 

In diesem Jahr waren wir mit Come to the Cross zu Gast in der Markuskirche in Backnang. Einmal mehr hatten wir dort die Möglichkeit, unser großes beleuchtetes Kreuz aufzustellen und im großen Kreis mit beinahe 300 anderen gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Wie immer war die Kirche stimmungsvoll dekoriert: Für Atmosphäre sorgten bunte Lichter an den Wänden und gedimmte Lampen, welche in der ganzen Kirche verteilt waren; außerdem gab es im Laufe des Gottesdienstes dann natürlich auch wieder gute Musik von der EJW-Band unter Leitung von Bezirksjugendreferent Daniel Kern.

 

 

Inhaltlich ging es an Karfreitag in diesem Jahr zentral um die großen Erwartungen, die Menschen an Jesus haben und hatten – und dessen auf den ersten Blick schmerzhaftes Scheitern am Kreuz. Eingeleitet von drei persönlichen Statements näherten wir uns diesen Erwartungen und dachten dabei auch über die Hoffnungen nach, die wir selbst mit Jesus verbinden – bevor im Anschluss Jul Bauer von der biblischen Gemeinde in Backnang in seiner Predigt einen Ausflug in die Geschichte unternahm: Drei Blickwinkel hatte er mitgebracht, um aufzuzeigen, wo Karfreitag eigentlich seinen Ursprung hat, welche Erwartungen die Menschen zur Zeit Jesu (verständlicherweise!) an ihn hatten – und warum das Scheitern Jesu am Kreuz auf Golgatha tatsächlich eben nur ein scheinbares Scheitern war.

 

An den Tod Jesu, den er stellvertretend für alle Menschen erleidet und die Rettung und Erlösung, die auch uns gilt, durften wir uns anschließend beim gemeinsamen Abendmahl noch erinnern, und schmecken und am eigenen Leib erfahren, was Jesus für uns getan hat.

 

Einmal mehr war Come to the Cross so ein gelungener Abend, der anschließend bei guten Gesprächen, etwas zu trinken und kleinen Knabbereien seinen Ausklang fand.

Emma Hofmann, Tobias Schaller


Einige Bilder von Karfreitag

Fotos: Manuel Höfer


Kommentar schreiben

Kommentare: 0