· 

Rückblick: Basiskurs 2026

Auf das Bild klicken, um zum Fotorückblick zum Basiskurs zu gelangen
Auf das Bild klicken, um zum Fotorückblick zum Basiskurs zu gelangen

„In der Nacht hat ein herabfallender Ast die Stromzufuhr zu eurem Freizeithaus beschädigt. Ihr bemerkt das morgens, weil Lichter und Steckdosen nicht mehr funktionieren. Es gibt weder Warmwasser noch Heizung – außerdem sind in der Küche Spülmaschine, Herd und Konvektomat ausgefallen. Wie geht ihr als Mitarbeitende mit dieser Situation um?“

 

Was zunächst klingt wie ein Praxisbeispiel aus unserer Einheit „Verantwortlich leiten“, wurde beim Basiskurs 2026 auf dem Schloss Ebersberg plötzlich Realität. Doch auch diese unerwartete Sondersituation am Ende der Woche konnte dem Gesamtbild eines rundum gelungenen Grund- und Aufbaukurses keinen Abbruch tun.

 

 

Doch der Reihe nach: Mit 37 Jugendlichen und insgesamt 13 Mitarbeitenden verbrachten wir die Faschingsferien einmal mehr auf dem Schloss Ebersberg. Den größeren Teil der Teilnehmenden stellte – wie gewohnt – der Grundkurs. Hier ging es um die Grundlagen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im kirchlichen Kontext. Was ändert sich eigentlich, wenn ich nicht mehr „nur“ Teilnehmerin oder Teilnehmer bin, sondern plötzlich Mitarbeitende oder Mitarbeitender? Worauf muss ich achten – gerade auch in Bezug auf Aufsichtspflicht und rechtliche Fragen? Wie gestalte ich eine Jungscharstunde? Und wie erkläre ich ein Spiel, das ich selbst schon hundertmal gespielt habe, so, dass auch Kinder es verstehen?

 

Unsere 30 Grundkurslerinnen und Grundkursler haben zu diesen und vielen weiteren Fragen Impulse gehört, eigene Ideen entwickelt, Praxisbeispiele bearbeitet und sich selbst ausprobiert. Eines steht danach fest: Die Kinder im Kirchenbezirk können sich auf viele kreative, engagierte und motivierte neue Mitarbeitende freuen – ob in der Jungschar, in der Kinderkirche oder auf den Sommerfreizeiten.

 

Parallel zum Grundkurs trafen sich im Aufbaukurs sieben „alte Hasen“. Sie wollten über die Grundlagen hinaus tiefer einsteigen – und genau das taten sie auch. Neben dem Austausch über ihre eigenen Erfahrungen aus der Praxis beschäftigten sie sich unter anderem mit verschiedenen Leitungsstilen, Persönlichkeitstypen, dem Umgang mit schwierigen Kindern sowie mit herausfordernden Situationen in der Gruppenarbeit. Ein besonderes Highlight war das erste selbst entwickelte Geländespiel, das am Ende der Woche gemeinsam mit dem Grundkurs direkt ausprobiert wurde. Ebenso eindrücklich waren die Andachten, die die Teilnehmenden des Aufbaukurses nicht nur selbst geschrieben, sondern selbstverständlich auch gehalten haben.

 

Ganz ohne kleine Herausforderungen ging es beim Basiskurs 2026 wie eingangs angedeutet allerdings auch nicht zu: Das Wetter präsentierte sich (im Gegensatz zu vergangenem Jahr) eher unangenehm abwechslungsreich – mit einer Mischung aus Regen, Sonne und zwischenzeitlich sogar etwas Schnee. Am Donnerstag wurde es dann zusätzlich spannend: Ein herabgefallener Ast beschädigte die Stromzufuhr des Hauses, sodass Warmwasser, Heizung und Teile der Küchentechnik vorübergehend ausfielen. Während wir Mitarbeitenden kurz überlegten, wie es nun weitergehen könnte, blieb die Stimmung unter den Teilnehmenden erfreulich gelassen. Am Ende wurde auch diese Situation einfach Teil einer besonderen Kurswoche.

 

So blicken wir am Ende gemeinsam zurück auf einen gelungenen und in vielerlei Hinsicht gesegneten Basiskurs 2026. Für unseren Kirchenbezirk, für die Gemeinden vor Ort und für die Kinder- und Jugendarbeit ist es eine große Verheißung, dass es so viele engagierte junge Menschen gibt, die Lust haben, Verantwortung zu übernehmen und sich ehrenamtlich einzubringen. Wir freuen uns schon jetzt auf die vielen Gelegenheiten, bei denen wir uns wieder begegnen werden.

Tobias Schaller